Sachversicherung

Private Haftpflichtversicherung

Die private Haftpflichtversicherung gehört zu den empfohlenen Basisversicherungen für alle Menschen. Meist wird sie schon im Kindesalter abgeschlossen und im Laufe der Zeit an die Bedürfnisse des Versicherten angepasst. Bei kleinen Schäden halten sich die Kosten in Grenzen. Bei Personenschäden können jedoch schnell Schadensersatzsummen in Millionenhöhe gefordert werden.
Die Privathaftpflichtversicherung umfasst in ihrer Deckung die Gefahren des täglichen privaten Lebens. Berufliche Gefahren sind über einen gesonderten Vertrag abzudecken.
Die Haftpflichtversicherung kommt für Schäden auf, die im Rahmen der nachfolgenden Rollen auf Sie zukommen können:
Als Eigentümer oder Mieter einer selbst genutzten Wohnung oder eines Einfamilienhauses. Beispiel: Sie sind im Winter der Streu- und Räumungspflicht auf den Gehwegen vor Ihrem Haus nicht nachgekommen. Ein Passant ist deshalb ausgerutscht und hat sich verletzt.
Als Halter zahmer Haustiere einschließlich Katzen (keine Hunde oder Pferde).
Als Verkehrsteilnehmer, z. B. als Radfahrer oder Fußgänger, Als Besitzer und Führer von eigenen Ruder- und Schlauchbooten oder als Benutzer fremder Surfbretter, Als Bauherr bis zu einer bestimmten Bausumme.

Hausratversicherung

In jedem Zuhause befinden sich viele Sachen, welche im Laufe der Jahre viel Geld gekostet haben. Ein Schadenfall, sei es durch einen Einbruch, einen Sturm oder durch Brand, kann auf einen Schlag alles zu Nichte machen und verursacht meistens erhebliche Kosten für Reparaturen oder Neuanschaffungen. Die Hausratversicherung sorgt dafür, dass Ihr finanzieller Verlust so schnell wie möglich wieder ausgeglichen wird.
Was macht eine gute Hausratversicherung aus?
Die Versicherung sollte in allgemeinen Schäden durch:
Feuer, Blitzschlag und Überspannung, Einbruchdiebstahl, Vandalismus oder Raub, Leitungswasserschäden
Sturm und Hagel für Sie einspringen.

Glasversicherung

Da eine Hausratversicherung ausschließlich den Glasbruch beinhaltet, der durch die in der Hausratversicherung versicherten Gefahren wie Brand oder Sturm verursacht wurde, kann es lohnenswert sein, eine separate Haushaltsglasversicherung als Ergänzung zur Hausratversicherung abzuschließen.
Im Gegensatz zur Hausratversicherung liegt bei einer Glasversicherung der Versicherungsfall direkt beim Bruch der versicherten Glasscheibe, des Cerankochfelds oder des teuren Kristalls vor. Die Schadenursache ist mit Ausnahme der Ausschlüsse unbedeutend!

Wohngebäudeversicherung

Mit einer Wohngebäudeversicherung schützen Sie sich vor den finanziellen Folgen einer teilweisen oder einer vollständigen Vernichtung Ihres Hauses durch Feuer-, Leitungswasser- oder Wetterschäden. Da Gebäudeschäden im Ernstfall ein Vermögen kosten können, ist die Wohngebäudeversicherung ungemein wertvoll für jeden Haus- und Wohnungseigentümer.
Viele Banken verlangen auch bei der Immobilienfinanzierung den Nachweis einer Wohngebäudeversicherung, um sich gegen den Totalverlust abzusichern.
In der Regel umfasst eine Wohngebäudeversicherung folgende Gefahren:
Feuer, Blitzschlag, Explosion, Leitungswasser, Rohrbruch und Frost, Sturm und Hagel.
Die Erweiterung um eine Elementarschadenversicherung ist in vielen Regionen noch möglich und auch anzuraten. Damit werden auch Schäden durch: Hochwasser, Überschwemmungen, Erdrutsch, Erdfall, Erdsenkung, Erdbeben
Schneedruck und Lawinen, Vulkanausbruch, Rückstau, wenn besonders vereinbart in den Versicherungsschutz mit eingeschlossen.

Reiseversicherung

Reiseversicherung / Reiserücktrittskostenversicherung / Reiseunfallversicherung
Bei der Reiseversicherung handelt es sich genau genommen nicht um eine einzelne Versicherung, sondern um mehrere Versicherungen.
– Reiserücktrittskostenversicherung (Erstattung des Reisewerts z. B. bei Krankheit des Urlaubsantritts),
– Reiseabbruchversicherung (Erstattung des Reisewerts z. B. bei schwerer Krankheit im Urlaub),
– Reisegepäckversicherung (Erstattung des Reisegepäcks bei unverschuldetem Verlust) sowie
– Reiseunfallversicherung und Auslandskrankenversicherung.
Die beiden letzteren sind eigentlich Personenversicherungen, da sie als Absicherung gegen Krankheit und Unfall dienen.

Tierhalterhaftplicht

Die Tierhalterhaftpflicht ist vor allem für Halter von größeren Tieren (z. B. Hunde oder Pferde) von Bedeutung, da kleinere Haustiere in der Privathaftpflichtversicherung mit eingeschlossen sind.
Eine Tierhalterhaftpflicht bei Personenschäden (z. B. Schmerzensgeld, Behandlungskosten nach einem Biss) Sachschäden (z. B. ein Hund zerstört die teuren Schuhe eines Bekannten) sichert diese ab.

Berufshaftpflichtversicherung

Entsteht ein Schaden im Rahmen der Ausübung einer beruflichen Tätigkeit, reicht eine Privathaftpflicht nicht mehr aus. Hier ist die Berufshaftpflicht gefragt!

Vermögensschadenhaftpflichtversicherung

Eine spezielle Art der beruflichen Haftpflicht ist die VMSH. Beratende Berufe wie Steuerberater, Finanzberater und Anwälte können sich damit gegen die finanziellen Folgen absichern, die ihren Kunden bei Fehlberatungen entstehen können.

Rechtsschutzversicherung

Unstimmigkeiten kommen vor und können schnell im Streit enden. Wenn man dann an sein Recht kommen möchte wird dies oft teuer. Gut wenn in solchen Fällen eine Rechtsschutzversicherung vorhanden ist, die sich um Anwaltskosten und Gerichtskosten kümmert.

Restschuldversicherung

Ein Kredit erfüllt Wünsche die man sich zurzeit vielleicht nicht leisten kann. Gerät die Rückzahlung aber durch unerwartete Vorfälle (Jobverlust, Krankheit oder Tod) in Gefahr, dann ist es gut wenn man sich dagegen versichert hat.

Unfallversicherung

Ein Unfall ist schnell passiert. Die finanziellen Folgen daraus können aber langfristig zu einem Problem werden, das man mit einer Unfallversicherung mildern oder lösen kann.
Grundsätzlich sind alle Unfälle über eine private Unfallversicherung abgedeckt, wenn die versicherte Person infolge des Unfalls dauerhaft körperlich oder geistig zu Schaden kommt. Der Schadensfall selbst muss in der Regel im direkten Zusammenhang mit dem Unfall stehen und innerhalb eines Jahres nach dem Unfall eintreten. Innerhalb genau dieses Zeitraums muss der Unfall auch beim Versicherer angezeigt werden.

KFZ Kaskoversicherung

Auch die Kfz-Versicherung – Teilkasko und Vollkasko – gehört folglich zu den Sachversicherungen. Der Wert das Autos kann so im Falle eines Unfalles oder Verlustes ersetzt werden und die Versicherung so einen guten Schutz bieten vor größeren finanziellen Verlusten.

Vorsorgeversicherung

Private Krankenversicherung

Wer kann sich bei einer privaten Krankenversicherung versichern?
Beamte sowie Arbeitnehmer und Angestellte, deren Einkommen regelmäßig die Jahresarbeitsentgeltgrenze übersteigt, sind versicherungsfrei und haben ebenso wie Selbständige und Freiberufler die Möglichkeit sich in der privaten Krankenversicherung (PKV) zu versichern. Auch Studenten können sich während des Studiums von der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht befreien lassen.
Die Leistungen der PKV: Die vertraglichen Leistungen der privaten Krankenversicherung lassen sich individuell gestalten und an die persönlichen Bedürfnisse und Wünsche des Kunden anpassen.
– Ambulante Heilbehandlung: Die ambulante Heilbehandlung umfasst die Erstattung der Kosten für ärztliche Beratung und Behandlung, Hausbesuche und Vorsorgeuntersuchungen. Je nach gewähltem Tarif sind auszugsweise folgende Leistungen versichert: Heil- und Hilfsmittel, Arzneimittel, Heilpraktiker, Krankengymnastik, Massagen, ambulante Psychotherapie und ambulante Kuren.
– Stationäre Heilbehandlung: Die stationäre Heilbehandlung umfasst die Erstattung der Kosten, die durch die Unterbringung, die Behandlung und die erbrachte Pflege im Krankenhaus entstehen. Je nach gewähltem Tarif sind auszugsweise folgende Leistungen versichert: freie Wahl des Krankenhauses, die Unterbringung in einem Ein- oder einem Zweibettzimmer, Chefarztbehandlung, stationäre Psychotherapie und stationäre Kuren.
– Zahnärztliche Heilbehandlung und Zahnersatz: Die zahnärztliche Heilbehandlung umfasst die Erstattung der Kosten für Zahnbehandlung, Zahnersatz und kieferorthopädische Maßnahmen. Je nach gewähltem Tarif sind auszugsweise folgende Leistungen versichert: Zahnbehandlungen bis zu 100 Prozent, bei Zahnersatz und Kieferorthopädie zwischen 60 und 100 Prozent der anfallenden Kosten. Die Mehrzahl der Versicherungen begrenzt die Leistungen in den ersten Jahren durch eine Zahnstaffel mit Begrenzung der Erstattungssummen.
– Pflegepflichtversicherung:
Jeder privat Krankenversicherte, muss auch seine Pflegepflichtversicherung bei der privaten Krankenversicherung abschließen. Alle Leistungen müssen mindestens denen der gesetzlichen Krankenversicherung entsprechen. Die Höhe der Beiträge ist, wie auch in der privaten Krankenversicherung, abhängig vom Alter des Versicherten.

Gesetzliche Krankenversicherung

Die Leistungen der GKV:
„Die Krankenversicherung als Solidargemeinschaft hat die Aufgabe, die Gesundheit der Versicherten zu erhalten, wiederherzustellen oder ihren Gesundheitszustand zu bessern […]
Die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung sind gesetzlich im Sozialgesetzbuch V verankert und aus diesem Grund bei allen Krankenkassen zu ca. 95 % identisch. Dennoch unterscheiden sich die Krankenkassen in einer ganzen Reihe von Leistungen. Das reicht vom Service bis zu den angebotenen Heilmethoden. Zusätzlich zu den gesetzlich bestimmten Leistungen, werden von einigen Krankenkassen auch erweiterte Leistungen in sogenannten Wahltarifen angeboten.

Schwere Krankheiten Vorsorgeversicherung

Mit einer schweren Krankheiten Versicherung, die auch Dread Disease Versicherung genannt wird, schützen Sie sich vor den finanziellen Folgen, die durch Erkrankung an vorher definierten schweren Krankheitsbildern entstehen können. Schwere Krankheiten können hier beispielsweise Krebs, Schlaganfall, Herzinfarkt oder Multiple Sklerose sein.

Private Rentenversicherung

Jede staatlich geförderte Vorsorge Versicherung muss individuell berechnet werden, da es für jede Einkommens und Lebenssituation ein passendes staatlich gefördertes Vorsorge Produkt gibt.
Fällt das bisherige Arbeitseinkommen bei Renteneintritt mit einem Mal weg, tritt bei bisher Sozialversicherungspflichtigen an dessen Stelle die gesetzliche Rente.
Eine deutlich höhere Lebenserwartung und niedrige Geburtenraten in den vergangenen 40 Jahren lassen die Rente aber alles andere als sicher erscheinen. Wie hoch die tatsächlichen Einbußen für kommende Rentnergenerationen ausfallen werden, lässt sich noch nicht mit Sicherheit feststellen. Einer zu erwartenden Versorgungslücke sollte aber auf jeden Fall vorgebeugt werden.
Mit einer privaten Rentenversicherung können Sie sich ein eigenes Vermögen für den Ruhestand schaffen, um Ihren bisherigen Lebensstandard zu erhalten und Lebensqualität im Alter zu sichern. Die private Rentenversicherung leistet Ihnen ab Beginn der Rentenphase eine lebenslange Rente. So kann man mit Freude dem dritten Lebensabschnitt entgegen sehen.
Im Gegensatz zu Lebensversicherungen sind bei einer privaten Rentenversicherung keine Gesundheitsfragen erforderlich. So können auch Menschen mit angegriffener Gesundheit gezielt für ihr Alter vorsorgen.
Die Beiträge zur Unterstützungskasse sind in unbegrenzter Höhe steuerfrei.
Die arbeitnehmerfinanzierten Beiträge sind bis zu 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (West) der Rentenversicherung sozialabgabenfrei. Arbeitgeberfinanzierte Versorgungen sind komplett sozialabgabenfrei.
Sicherheit vor dem Insolvenzfall durch eine Rückdeckungsversicherung. Flexibler Rentenbeginn ab dem 62. Lebensjahr. Auf Wunsch des Arbeitnehmers kann auch eine einmalige Kapitalauszahlung erfolgen.
Eine ergänzende Absicherung der Hinterbliebenen und des Berufsunfähigkeitsrisikos ist möglich.

Lebensversicherung

Eine Lebensversicherung ist eine Individualversicherung, die den Tod der versicherten Person wirtschaftlich absichert.
Der Versicherungsfall ist das Erleben eines bestimmten Zeitpunkts (Erlebensfall) oder der Tod des Versicherten während der Versicherungsdauer (Todesfall).
Lebensversicherungen sind Personenversicherungen, da das versicherte Risiko in der Person liegt. Im Lebensversicherungsvertrag wird eine Versicherungsleistung vereinbart, die im Versicherungsfall an den Versicherungsnehmer oder einen anderen Bezugsberechtigten ausgezahlt wird.
Im Allgemeinen werden Lebensversicherungen als Summenversicherung abgeschlossen, die Versicherungsleistung wird im Versicherungsfall als Geldleistung erbracht. Die Höhe des durch den Versicherungsfall tatsächlich entstandenen Schadens spielt dabei keine Rolle. Je nach vertraglicher Vereinbarung kann Tod während einer bestimmten Zeit (Todesfallversicherung), Erleben eines bestimmten Zeitpunktes (Erlebensfallversicherung), der Eintritt schwerer Krankheiten, die Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit oder andere, direkt mit dem menschlichen Leben zusammenhängende Gefahren als Versicherungsfall bestimmt sein und eine Leistung auslösen.
Private Rentenversicherungen gehören ebenfalls zu den Lebensversicherungen. Als Leistung wird eine regelmäßige Zahlung seitens des Lebensversicherers fällig, daher der Name „Rentenversicherung“

Riester-Rente

Jede staatlich geförderte Vorsorge Versicherung muss individuell berechnet werden, da es für jede Einkommens und Lebenssituation ein passendes staatlich gefördertes Vorsorge Produkt gibt.
Die Riesterrente gehört zu den staatlich geförderten Altersvorsorgeprodukten. 2001 regelte der Staat das Altersvorsorgesystem in Deutschland neu und schuf per Gesetz die staatlich geförderte Riester-Rente für „Jedermann“. Die Riester-Rente sollte zentraler Bestandteil der persönlichen, privaten Altersvorsorge werden und wird deshalb durch den Staat finanziell besonders gefördert.
Eine Vorsorgeversicherung wird individuell berechnend, um so das beste Versicherungspacket zu ermitteln. Die Riester-Förderung besteht aus Zulagen und Steuervorteilen. Die jährliche Grundzulage beträgt pro Person 154 Euro, die Kinderzulage 185 Euro für bis Ende 2007 geborene und 300 Euro für ab 2008 geborene Kinder. Um die volle staatliche Förderung zu erhalten, müssen Sie jährlich vier Prozent Ihres rentenversicherungspflichtigen Einkommens einzahlen.
Die Höhe Ihres Steuervorteils hängt von Ihrem Einkommensteuersatz ab.
Sie zahlen erst in der Auszahlungsphase Steuern: Alle Riester-Verträge werden nachgelagert besteuert.

Basisrente

Die Rürup-Rente (auch Basisrente genannt) ist praktisch das Pendant zur Betriebsrente für Selbständige. Sie soll vor allem Selbstständigen eine steuerbegünstigte Altersvorsorge ermöglichen.
Für das Jahr 2010 heißt das: 70 Prozent der in einen Rürup Vertrag (bis zu maximal 20.000 Euro für Alleinstehende und 40.000 Euro für Ehepaare) eingezahlten Beiträge können Sparer im Jahr 2010 von der Steuer als Sonderausgabe absetzen. Das sind 14.000 Euro für Alleinstehende.
Für das Jahr 2011 sind es 72 Prozent, also 14.400 Euro für Alleinstehende. Jedes Jahr erhöht sich der steuerfreie Anteil am Beitrag um 2 Prozent. Im Jahr 2025 ist dann der Maximalbetrag von 20.000 Euro erreicht. Ab dem Jahr 2025 können Rürup-Sparer dann 100 Prozent ihrer privaten Vorsorgeaufwendungen im Rahmen der jährlichen Einkommensteuererklärung beim Finanzamt geltend machen.
Die Bedingungen der Rürup-Rente sind sehr starr und restriktiv. So ist zwingend eine lebenslange Rente vorgeschrieben. Auszahlung frühestens mit dem 60. Lebensjahr. Die Rürup-Rente ist insolvenzsicher und Hartz-IV sicher. Das bedeutet: Einzahlungen sind sicher, ohne dass ein Hartz-IV-Anspruch verfällt.
Angebote zur Rürup-Rente gibt es fast nur von Lebensversicherern. Fondsgesellschaften und Banken könnten diese Produkte aber auch anbieten. Chance und Risiko sind insoweit gegeben, weil es keine engen Anlagebeschränkungen wie bei der Riester-Rente gibt. Die Zahlungen in ein Rürup- Anlageprodukt können zu 100% in einen Aktienfonds getätigt werden, was Chancen und Risiken mittel- bis langfristig gegenüber der Riester Rente spürbar erhöht.

Betriebliche Altersversorgung

Eine betriebliche Altersversorgung (bAV) liegt vor, wenn der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer aus Anlass eines Arbeitsverhältnisses Versorgungsleistungen bei Alter, Invalidität und/oder Tod zusagt. Die betriebliche Altersversorgung wird regelmäßig der „zweiten Schicht“ bzw. der „zweiten Säule“ der Alterssicherung im „Drei-Schichten-Modell“ bzw. „Drei-Säulen-Modell“ zugeordnet und wird in § 1 des Betriebsrentengesetzes (BetrAVG) definiert.
Nettoentgeltumwandlung:
Nettoentgeltumwandlung bedeutet, dass die Beiträge zur Altersversorgung aus dem Nettoverdienst gezahlt werden. Steuern und Sozialversicherungsbeiträge wurden zuvor abgezogen. Der Arbeitnehmer entscheidet sich damit für die Förderung mit Zulagen beziehungsweise Sonderausgabenabzug.
Diese Förderung wertet der Gesetzgeber dennoch wie eine Steuerfreistellung, weil die Zulagen aus Steuermitteln gezahlt werden. Die Folge: Die Leistungen müssen im Alter versteuert werden. 2011 wurden bis zu 2.100 Euro Gesamtsparleistung wie bei der privaten Riester-Rente durch Zulagen und Steuervergünstigung gefördert. Gefördert werden Zahlungen in eine Direktversicherung, eine Pensionskasse oder in einen Pensionsfonds.
Bruttoentgeltumwandlung:
Bei der Bruttoentgeltumwandlung zahlt der Vorsorgesparer über den Betrieb einen Teil seines Bruttogehalts in einen Altersvorsorgevertrag ein. Der Staat fördert dies durch die Ersparnis von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen. Zulagen gibt es dagegen nicht.
Ein Vorteil: Durch die Bruttoentgeltumwandlung hat der Arbeitnehmer die Möglichkeit, bis zu vier Prozent der jährlichen Beitragsbemessungsgrenze (2012 waren es 2.688 Euro, 2013 waren es 2.784 Euro und 2014 sind es 2.856 Euro) in eine Pensionskasse, Pensionsfonds oder Direktversicherung einzuzahlen. Bis Ende 2004 waren Direktversicherungen von dieser Möglichkeit ausgenommen.
Darüber hinaus können Arbeitnehmer bei seit 1. Januar 2005 abgeschlossenen Verträgen weitere 1.800 Euro jährlich steuerfrei umwandeln. Der steuerlich geförderte Höchstbetrag steigt dadurch 2014 auf 4.656 Euro. Allerdings sind diese zusätzlichen 1.800 Euro sozialversicherungspflichtig. Arbeitnehmer, die eine bis Ende 2004 abgeschlossene Direktversicherung nach dem Modell der Pauschalversteuerung fortführen, bleiben die zusätzlichen 1.800 verwehrt.
Bei der Bruttoentgeltumwandlung muss der Arbeitnehmer für den Vorsorgebetrag keine Steuern zahlen. Dafür müssen die Auszahlungen im Alter versteuert werden – bei in der Regel niedrigerem Steuersatz.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt.
Da man vom Staat nur noch bei Erwerbsunfähigkeit eine Mini-Rente bekommt, sollte man für den Fall der Fälle vorsorgen und eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen.
In Deutschland wird jeder 4. Arbeitnehmer bis zum Rentenalter berufsunfähig.

Sterbegeldversicherung

Der Abschied von einem lieben Angehörigen oder Lebenspartner verursacht immer große emotionale Wunden. Dennoch müssen auch in diesen Fällen viele wichtige Entscheidungen getroffen werden. Wenn noch weitere Angehörige verblieben sind, müssen diese, sofern sie über ausreichend Geldmittel verfügen, nun sämtliche Bestattungskosten tragen, da Sie per Gesetz immer bestattungspflichtig sind.
Eine rechtzeitig abgeschlossene Sterbegeldversicherung sorgt hier für eine finanzielle Entlastung.